Begünstigte

Zurzeit sind im Hogar 55 Jungen und 65 Mädchen zwischen drei und 12 Jahren, von welchen viele bei den Großmüttern leben. In einem eigenen Haus, mit beiden Elternteilen wohnen nur wenige Kinder. Die Eltern sind jung und meist ohne Beruf. Aufgrunddessen haben sie häufig keine feste Arbeit und somit auch keine Lebensperspektive. Grund dafür ist der fehlende Zugang zum Erwerb eines Bildungsabschlusses. Daraus folgt, dass sie ihre Kinder weder unterstützen, noch Anreize zum Lernen geben können. Somit können sie ihre Kinder auch nicht vorbereiten, um mithilfe von Bildung die ungünstige Lebenssituation zu überwinden.

Natürlich kann man auch die negativen Auswirkungen der Pandemie im Bereich des Lernens nicht ignorieren. Das Homeschooling war für die Kinder aus dem Viertel aufgrund fehlender finanzieller Mittel für das Internet oder das Ausdrucken der Aufgaben nicht möglich. In diesen zwei Jahren stagnierten sie in ihrem Lernprozess, bis zu dem Punkt, dass sie die Motivation zum Lernen verloren. Aufgrunddessen bieten wir Ergänzungsunterricht bis zur 6. Klasse an.

Auffällig bei vielen Kindern ist die eigene Verletzbarkeit, welche ungünstig für die ganzheitliche Entwicklung ist und sich zeigt in: der Verwahrlosung der Kinder, der physischen und psychischen Misshandlungen, dem Missbrauch, der Unterernährung, dem Fehlen von Zuneigung und Liebe, sowie einem niedrigen Selbstwertgefühl. Die Kinder befinden sich in zunehmender Gefahr, ein wehrloses Opfer im eigenen Zuhause zu werden, ohne die Möglichkeit mit professioneller Hilfe herauszukommen. All´ diese Probleme wurden durch die Pandemie verschärft.

Deshalb ist es unumgänglich für den Hogar María de la Pasión, ein Team aus Fachkräften zu haben, die die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen: eine/n Sozialarbeiter/in, eine/n Anwalt/Anwältin und eine/n Psychologen/in. Dieses Team soll die verletzten und verwundbaren Kinder dabei unterstützen, ihre Traumatas aus der teils frühen Kindheit zu überwinden.

Diese Realität bringt große Herausforderungen, weshalb wir uns für die vulnerablen Kinder einsetzen.

Das Ziel des Hogars María de la Pasión ist die ganzheitliche Bildung der Kinder. Grundlegend dazu dienen die Werte: Respekt, Liebe, das Miteinander Teilen, Solidarität, Mitgefühl, gegenseitige Hilfe, Schutz der Natur etc… Damit ist es den Kindern möglich, gute Menschen und Christen zu sein und ihre Begabungen zu entwickeln, die Gott in jedes einzelne Kind gelegt hat.

Die zwei Hauptaspekte des Hogars: der Ergänzungsunterricht und eine gute sowie gesunde Ernährung.

Der Ergänzungsunterricht ersetzt nicht den Besuch einer Schule, sondern unterstützt zusätzlich jedes einzelne Kind in seinem eigenen Lernprozess. Das bedeutet die Unterstützung durch einen Lehrer, wobei die Kinder jeweils zusammen in zwei Schulstufen in einem Klassenzimmer unterrichtet werden.

Abhängig von der Schulstufe enthält dies:

  • Farben kennen, benennen und unterscheiden
  • Buchstaben schreiben, benennen und unterscheiden
  • Lesen
  • Zahlen schreiben, benennen und unterscheiden
  • Mathematik, z.B. Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Textaufgaben lösen, Prozentrechnen,…
  • Sozialwissenschaften, z.B. Geographie, Soziologie…
  • Kommunikation
  • magische Wörter, z.B. Danke, Bitte,…
  • Wertevermittlung

Die nutritive und reichliche Ernährung besteht aus dem Frühstück, dem Mittagessen und der „Merienda“ (Zwischenmahlzeit am Nachmittag). Abhängig vom Klima werden die im Hogar frisch gepressten Säfte, Kakao, „Cocido“ (Tee mit heißer Milch) oder Mischgetränke auf Milchbasis aus Bananen, Äpfeln, Karotten,… angeboten. Eine Bäckerei des Viertels, sowie ein paar Spender versorgen uns mit frischen Brötchen für den täglichen Konsum.

Das leckere Mittagessen variiert und besteht je nachdem aus: Bohnen, Linsen, Eiern, Hühnchen, Fleisch, sämtlichen Gemüsesorten und verschiedensten Gewürzen, begleitet von frischen Brötchen.

  • Fest zum Tag des Kindes
    – 16 August –
  • Fest der Geburtstage ein Mal pro Monat
  • Besuch von Studenten, um gemeinsam Spiele zu spielen, Gruppendynamiken zu stärken, mit dem Höhepunkt für die Kinder: das Überreichen kleiner Geschenke
  • Begrüßung der Kinder zu Beginn des Hogarjahres
  • monatliche Versammlung zur Information und Bildung der Erziehungsberechtigten der Kinder
  • Hogarfest „María de la Pasión“ mit Messe und „Merienda“ am 15. November
  • Abschlussfeier des Hogarjahres mit künstlerischen Auftritten und Austellungen der Arbeiten der Kinder
  • Essensverkauf
  • monatliches Sammeln von lokalen Spenden
  • Suchen von Paten